Cornelia Wimmer

Grabeland

Anders als Kleingärten, deren Land sich langfristig fest in Vereinshand befindet, wird Grabeland nur für vergleichsweise kurze Zeit verpachtet. Es darf, damit eine spätere anderweitige Nutzung nicht unnötig behindert wird, auch nicht fest bebaut oder infrastrukturell erschlossen werden.

Das hier vorgestellte Grabeland befindet sich in der Dortmunder Nordstadt. Bis vor einigen Jahren befand sich an dieser Stelle eine wenig ansprechende Brache. Sämtliche Gärtnerinnen und Gärtner sind türkische Migranten.

Mich fasziniert an dieser Anlage die organische Art, wie Wege und Gärten, sich den Gegebenheiten anpassend, die Brache in ein landwirtschaftliches Patchwork umgewandelt haben (und sich immer neue, bisher noch nicht genutzte Ecken erobern). Ebenso die Lauben, zum Teil fragile Gebilde, die allenfalls bei Regen ein wenig Schutz bieten, vereinzelt aber auch recht robuste Hütten, deren Regenrinne wenigstens für bescheidene Wasservorräte sorgt. Böschungen werden aus den ohnehin wachsenden Brombeerhecken durch Einweben anderer Materialien (u.a. sogar ausgemusterte Christbäume) gebildet. Schön finde ich schließlich jene aus dünnen Baumstämmen und Astgabeln gezimmerten Gebilde, an denen sich kletternde Pflanzen, z.B. Bohnen und sogar Wein, hochranken.

Ich habe diese Anlage über lange Zeit immer wieder aufgesucht. In den Bildern spiegelt sich der Wechsel der Jahreszeiten und verschiedene Stadien landwirtschaftlicher Arbeit.
© Sämtliche Nutzungsrechte an den abgebildeten Fotografien liegen bei Cornelia Wimmer

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