Claudia Thoelen

Da Silva – Eine portugiesische Migrantenfamilie

Die Arbeit über die portugiesische Migrantenfamilie ist 1982 im Rahmen des Studiums entstanden. Über Monate habe ich viel Zeit mit ihnen verbracht und sie sind mir sehr ans Herz gewachsen, besonders die Mutter. Die Behinderung der jüngsten Tochter Gabriela war eine große Herausforderung, für sie. Sie sprach damals nicht viel deutsch und ihre älteste Tochter musste für sie die Gespräche mit den Behörden, der Krankenkasse und den Therapeuten dolmetschen. Sie hat hartnäckig verhandeln müssen, um die Unterstützung zu erhalten, die ihr und ihrer Tochter zusteht.

Nach ein paar Jahren habe ich sie aus den Augen verloren, um sie mehr als 20 Jahre später bei einem Projekt über Demenzkranke und ihre Angehörigen zufällig wiederzutreffen. Ich wartete vor der Haustüre eines Interviewpartners als ich meinen Namen von einer mir sehr bekannten Stimme aus einem Fenster rufen hörte. Sie waren Nachbarn. Ich habe mich sehr gefreut sie wiederzusehen und zu erfahren, dass es ihnen gut geht.
© Sämtliche Nutzungsrechte an den abgebildeten Fotografien liegen bei Claudia Thoelen

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