Fernsehturm, 1958

Romain Urhausen — Dortmund

Hintergrund zur Fotoserie

Der Fernsehturm Dortmund auch Florianturm oder kurz Florian genannt, ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen und prägt als Landmarke die Skyline der Stadt Dortmund. Der Turm wurde 1959 anlässlich der Bundesgartenschau im Westfalenpark mit einer Höhe von 219,3 Metern errichtet. Für rund ein Jahrzehnt war er der höchste Fernsehturm Deutschlands und damit eines der höchsten Bauwerke des Landes. Seine gegenwärtige Höhe mit Antennenanlage beträgt rund 209 Meter. Im Turmkorb befindet sich ein Drehrestaurant. 1959 war es das erste seiner Art weltweit.

Während der Planungs- und Ausführungsphase der ersten Dortmunder Bundesgartenschau gewann 1957 der Architekt Will Schwarz einen Preis für den Entwurf eines Aussichtsturms für das Ausstellungsgelände. Nach diesem ersten Entwurf sollte der Turm ein rotierendes Restaurant in 65 Meter Höhe besitzen.
Zeitgleich suchte die Deutsche Bundespost nach einem Standort für einen 150 Meter hohen Sendemast am Rheinlanddamm. Die technische Lösung eines Gittermastes hätte das Stadtbild gestört. Daher kamen die Stadt Dortmund und die Deutsche Bundespost überein, einen kombinierten Aussichts- und Fernmeldeturm auf dem Gelände der Bundesgartenschau errichten zu lassen.

Die Planung des Projektes verblieb beim Architekturbüro Will Schwarz. Am 22. Mai 1958 begann der Bau. Der Turmschaft wurde aus Beton in der Technik des Gleitschalsystems errichtet, bei dem ohne Gerüst gearbeitet werden konnte. Gebaut wurde im 24-Stunden-Schichtbetrieb. Im Winter wurde der Bau zeitweilig unter dem Schutz eines erwärmten Zeltes fortgeführt. Die Bauzeit betrug weniger als ein Jahr.
Das Restaurant wurde in einer Höhe von 138 Meter gebaut, das entsprach mehr als der doppelten Höhe des Ursprungsentwurfs. Oberhalb des Restaurant wurde eine Aussichtsplattform ausgeführt, darunter, in 133 Metern Höhe, Wirtschafts- und Maschinenräume.

© Sämtliche Nutzungsrechte an den abgebildeten Fotografien liegen bei Romain Urhausen und bei dem Centre national de l’audiovisuel (CNA)